Früh verstorbene Ehefrauen der Liegls

Centa Liegl (1896-1934), Großmutter väterlicherseits

Ehefrau von Hans Michael Liegl ( 1896-1968)
geb. 24.01.1896, verh. 04.05.1925, gest. 16.06.1934
Sohn Hans Liegl (1926-2012) war 7.
Wiederheirat von Hans Michael 1943 mit Theres Waas

Anna Margaretha Zinner (1869-1916), Urgroßmutter väterlicherseit

Ehefrau von Sebastian Liegl (1866-1944)
geb.10.11.1869, verh. 19.10.1895, gest. 20.09.1916
Sohn Hans Michael war gerade 20.

Magdalena Lainer (1806-1854), Stief-Ururgroßmutter väterlicherseits

Ehefrau von Sebastian Liegl (1803-1871)
geb. 20.04.1806, verh. 20.06.1841, gest. 13.10.1854 (Cholera?)
Sohn Andreas Liegl (1845-1908) war knapp 13.
Wiederheirat von Sebastian Liegl mit Anna Maria Bader

Barbara Greiner (1776-1806), Urururgroßmutter väterlicherseits

Ehefrau von Johann Michael Liegl (1777-1843)
geb. 23.11.1776, verh. 25.11.1801, gest. 4.12.1808
Sohn Sebastian war 5.
Wiederheirat von Johann Michael Liegl ?

Das Textilgewerbe

Was ich bisher vernachlässigt, ja eigentlich völlig übersehen, habe, ist die gewerbliche Betätigung der Liegls.

Soweit ich das alles nun aus meinem Kopf rekonstruieren kann, sah es in den letzten Generationen vor mir wie folgt aus:

Ururgroßvater, Urgroßvater, Großvater: also 3 Generationen

Sebastian Liegl (1803-1871)
In einem Dokument wird er als Weber bezeichnet.

Sebastian Liegl (1866-1944)
Er hatte eine Urkunde als Schneidermeister.

Johann Michael Liegl (1896-1968)
Auch er war Schneidermeister mit Brief.

Alle 3 waren in der Textilbranche, und zumindest die beiden letzteren waren selbstständig. Vermutlich auch der ältere Sebastian, der ja in Grafenkirchen geboren und in München-Haidhausen gestorben ist. Vermutlich hat er die Weberei in Heimarbeit (vieleicht im Winter) ausgeübt, denn er war ja auch noch der Erbe eines halben Hofs (heute würden wir vielleicht sagen: ein Nebenerwerbslandwiort)

Die entsprechenden Dokumente, aus denen die Berufe und deren Ausübung der 3 hervorgehen, muß ich noch zusammenstellen.

Sebastian (1803-1871)

Berufe:
1831 Antrag bei Landger. Waldmünchen: Der Weberprofession kundig
1832Beschluß Landger. Waldmünchen: Halbbauerssohn aus Grafenkirchen
1835 Steckbrief: Halbbauerssohn
1841 Trauungsmatrikel : Taglöhner (In Pastetten/ Forstinning, 38 Jahre alt)
1941 Taufmatrikel Andreas: Franzhäusler (Mieter/Pächter in Pastettten Nr. 8, 38 Jahre alt)
1856 Hochzeitsmeldungen: Herbergsbesitzer (Wohnungsbesitzer in Haidhausen, 53 Jahre alt)
1871 Sterbematrikel: Packträger (in München-Haidhausen, 68 Jahre alt)

Daher vermute ich nun: Seb. Liegl hat zwar Weber gelernt, den Beruf nach 1831 aber nicht mehr ausgeübt.

Sebastian Liegl (1866-1944)

Mein Urgroßvater, der lange vor meiner Geburt gestorben ist, an einer Lzungenentzündung mitten im Bombenkrieg in München.
Den (nachträglich, 1935, von der Stadt München ausgestellten) Anmeldeschein für sein Schneidergewerbe hab ich im Original in meinem Familienarchiv.

Johann Michael Liegl(1896-1968)

Mein Opa. Da hab ich das Original seines Meisterbriefs als Herrenschneider (ausgestellt von der Handwerkskammer von Oberbayern am 23.10.1923) an der Wand hängen.

Familie von Sebastian Liegl

Nach 1835

Nach seinem Debakel mit der geplanten Verheiratung nach Grassersdorf/Rötz Mitte der 1830er Jahre orientierte sich Sebastian wohl nach dem Süden.

Über irgendwelche Wege erfuhr er offensichtlich von der Versteigerung des maroden Franzengütl in Pastetten Lkr. Erding/ Oberbayern aus einem Erbfall, und wurde schon bei seiner Hochzeit 1841 dort als Franzengütler bezeichnet. Seine Braut war die in Niederstraubing, Pfarrei Steinkirchen, aus dem gleichen Landkreis Erding geborene, 3 Jahre jüngere Magdalena Lainer. 1842 wurde in Pastetten sein Sohn Andreas als sein erstes Kind geboren und in der Pfarrkirche zu Poigenberg getauft.

Haidhausen

Die nächste Nachricht, die mir vom Leben von Sebastian vorliegt, ist seine 2. Heirat in München-Haidhausen aus dem Jahr 1856. Dort wurde er als Witwer geführt, seine 1. Ehefrau Magdalena war 1854 verstorben, zu der Zeit grassierte die Cholera an vielen Stellen. Der Trauungseintrag war ohne Sterbeort, ohne Begräbnisplatz. Sein Sohn Andreas lebte offenbar noch, ich hab seinen Trauungseintrag aus dem Jahr 1894 mit Klara Lorum aus Österreich, in St. Margareth in München-Sendling.

Aber nun meine große Frage:

Was war mit Sebastian Liegl und seiner mindestens 3köpfigen Familie in den Jahren 1842 bis 1856?

Es ist klar: ab 1854, nach dem Tod der Mutter von Andreas, waren sie eine Person weniger, möglicherweisse nur noch zu zweit. Zur Zeit seiner 1. Hochzeit 1841 war Sebastian 38 Jahre alt, zwar schon etwas alt, aber noch nicht zu alt für eine größere Familie. Seine Ehefrau war noch ein paar Jahre jünger, 1806 geboren, also um 37. So sollte es, nach der Geburt von Andreas, schon noch ein paar Kinder aus der 1. Ehe gegeben haben.

Sebastian und der Prasiltabak

In der Taufmatrikel seiner 1. Tochter in der 2. Ehe in München-Haidhausen wird Sebastian als Prasiltabakfabrikant bezeichnet. Allerdings nicht in der 3 Monate vorher erfolgten Hochzeit. War er Fabrikbesitzer, oder hatte er ein Heimgewerbe, oder war er nur ein Hochstapler? Zumindest war er in Haidhausen ein Herbergsbesitzer, ein altertümlicher Inhaber einer Eigentumswohnung in einem, fast, Slumviertel der Arbeitervorstadt. Er betonte allerdings immer, daß seine Wohnung im Erdgeschoß lag, was wahrscheinlich doch die beste der Wohnlagen dort war.

15 Jahre später, nach 4 früh verstorbenen Kindern und meinem Urgroßvater Sebastian als 6jährigen Knaben, verstarb er mit 68 Jahren als Packträger. Das war damals so ein vorweggenommener Ersatz für ein Lastauto, und er mußte vermutlich Ziegel von einer der zahlreichen Ziegeleien in dieser Gegend nach München rein zu den Baustellen tragen.

Nochmals die Frage :
Wo war Sebastian Liegl ab 1842 mit seiner Familie?

  1. Vermutung: Er hatte noch mehrere Kinder, als Franzengütler in Pastetten, oder danach. Das sollte sich über Taufen oder Beerdigungen in Pastetten oder Poigenberg, der zuständigen Pfarrkirche, feststellen lassen. Das Franzengütl war beim Bezug doch wahrscheinlich ziemlich marode. Wenn man dort einzog, hatte man doch sicher eine oder mehrere der folgenden Motivationen: Man nutzte es als Versteck auf einer Flucht (er wurde vom Landgericht Waldmünchen steckbrieflich gesucht). Man wollte es billig erwerben und herrichten, also eine Zeitlang dort bleiben. Man verwendete es nur als kurze Zwischenunterkunft vor dem Weierzug. Also die Frage: Lassen sich weitere Kinder in Poigenberg/Pastetten finden?
  2. Vemutung: Er heuerte bei einer der Ziegeleien in Haidhausen an, das damal noch zum Landgericht Wolfratshausen gehörte. Und als Herbergsbesitzer, ein Wohneigentum auf sicher sehr niedrigem Niveau, sind auch weitere Taglöhner verzeichnet. Zumindest war Sebastian offensichtlich stolz darauf, im Erdgeschoß zu wohnen. Das Wohlstandszeichen „Belle Etage“, also das ganze 1. Obergeschoß eines Mietshauses in besseren Vierteln auch von München, hatte in den ehemaligen feuchten Lehmgruben von Haidhausen, in denen die Herbergen oft lagen, wohl wenig Bedeutung.
  3. Vermutung: Sein Prasiltabakfabrikant taucht ja nur im Taufeintrag der 1. mir bekannten Tochter 1856 auf. Wollte er damit Ehre einlegen, dann hätte er schon dafür gesorgt, daß dieser Beruf mindestens auch in der Trauungsmatrikel 3 Monate vorher seinen Niederschlag gefunden hätte. Hat er aber offensichtlich nicht. Bis zur Taufe der 2. Tochter verging gut 1 Jahr, etwas kurz für einen erfolgreichen Fabrikbesitzer. Der Prasiltabakfabrikant fiel in den 1940er Jahren auch schon dem Pfarrer auf, der für meinen Vater die Lebensdaten der Vorfahren für den Ahnenpaß suchen mußte, und auch damals schon wunderte er sich offensichtlich darüber.

Hiermit beende ich mal die Spekulationen, und mach mich auf die Suche nach Fakten, nach Dokumenten.

Übrigens:

Nach seinem Tod 1871, bei dem sein Sohn Sebastian ja erst 6 Jahre und seine Ehefrau Anna Maria geb. Bader um 65 Jahre alt waren, hat die Witwe recht bald wieder geheiratet, vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil sie den kleinen Sebastian versorgen mußte. Der 1. Sohn von Sebastian sen., Andreas Liegl, geboren 1841 in Pastetten, war da 24 Jahre alt und konnte wahrscheinlich durchaus auf eigenen Füßen stehen. Anna Maria geb. Bader verw. Liegl heiratete jedenfalls einen Joseph Strohmayer und starb im Jahr 1900 als Anna Maria Strohmayer, in der Auerfeldstraße 6 in München-Au, der Adresse der Kreisirrenanstalt. Sie wurde als Anna Strohmayer als erste Person im späteren Familiengrab, mit einem Alter von gut 80 Jahren, im Münchner Ostfriedhof begraben. Von Joseph Strohmayer hab ich bisher keine Spur mehr.

Stephan Liegl – Heirat 1736

Der Eintrag in der Trauungsmatrikel von Grafenkirchen vom 1736 bezeichnet Stephan Liegl, den Bräutigam, als „de Rannersdorf“, seine Braut Barbara Rampf als „de Grafenkirchen“. Daraus glaube ich folgende Dinge schließen zu können:

  • Stephan Liegl hat in einen Hof in Grafenkirchen eingeheiratet (vor allem schon deswegen, weil er bei der Geburt seiner Kinder danach als „Halbbauer von Grafenkirchen“ bezeichnet wurde.
  • Barabara Rampf war die Erbin dieses Hofs.
  • Der Hof wurde dann wohl an jeweils ein Kind, Enkel, Urenkel weitervererbt. Der Urenkel Sebastian Liegl (1803-1871) wurde 1835 in einem amtlichen Dokument wieder als „Halbbauerssohn aus Grafenkirchen“ bezeichnet.
  • Stephan Liegl war bei der obigen Heirat nach seinem Eintrag in der Sterbematrikel (in Grafenkirchen) von 1784 um die 36 Jahre alt. Von daher könnte er Witwer gewesen sein. Dann hätte er aus seiner ersten Heirat sicherlich etliche Kinder gehabt, von denen möglichereise ein paar zum Zeitpunkt der 2. Trauung noch lebten, dann aber wahrscheinlich auch erst maximal 10 Jahre alt waren, und ledig. Leider habe ich als ältesten Sohn von Stephan Liegl und Barbara Rampf bisher Johann Liegl erfaßt mit dem Geburtdatum 17.11.1737 (in Gtafenkirchen), also geboren über 12 Monate nach der Hochzeit seiner Eltern.

Daraus stellen sich nun einige Fragen:

  • Wo und wann wurde Stephan Liegl geboren? Welches Rannersdorf ist gemeint: Rannersdorf/Pemfling ist 7 km entfernt, Rannersdorf/Waldmünchen 8 km, Rannersdorf/Eichendorf 87 km, etc. Bisher bin ich immer von Rannersdorf/Waldmünchen ausgegangen, das zur Pfarrei Ast/Waldmünchen gehört.
  • Wo wurde Stephan Liegl getauft? Die nächstgelegene Schule war in Zillendorf (1 km), gegenüber gut 4 km durch einen Wald nach Ast, wo regulär seine Schule gewesen wäre. Von Zillendorf nach Geigant sind es 3 km, und dort bestand eine Pfarrgemeinde mit Kirche, die zu Gleßendorf gehörte.
  • Wer waren seine Eltern und seine Geschwister? Es scheint einen Stephan Liegl in Untergrafenried gegeben zu haben, geb. 1679, Schneider, dessen Wohnort Untergrafenried belegt ist von 1721-1730 über Geburt seiner Kinder, und der 1745 in diesem Ort gestorben ist. Es könnte sein Vater gewesen sein.
  • Es ist in Grafenkirchen keine Familie Rampf zu finden, auch kein Hof mit Besitzer Rampf. Wer War Barbara Rampf? Wo und wann ist sie Gebofren? Wer waren ihre Eltern? Auch der Ahnenpaß meines Vaters, und seine mir bekannten Nachforschungen dazu, reichen nur zu einem Sohn des Paares, Michael lLegl (1748-1813), der immer noch als „Halbbauer in Grafenkirchen“ bezeichnet wurde.

Liegls in Rannersdorf

Meine Anfrage:

Bin immer noch auf der Suche nach den Taufen der Liegls aus Rannersdorf und Grafenkirchen.

Meine Vermutung: Wenn die Liegl-Kinder offensichtlich schon in Zillendorf zur Schule gegangen sind (weil Zillendorf einfach näher an Grafenkirchen liegt als Ast), dann könnten auch die Taufen und Heiraten in Geigant (Pfarrei Gleißenberg) vonstatten gegangen sein.

Es wäre eine große Hilfe für mich und meine Forschung, wenn ich irgendwie an die entsprechenden Einträge (vermutlich von Geigant) in den KB von Gleißenberg gelangen könnte, zumindest solange das Katholische Zentralarchiv am
St.-Peters-Weg dieselben weder on- noch offline zur Verfügung stellt.

Es geht um folgende Personen:

Liegl Stephan (1699-1784), meine Kekule Nr. 128 (da hab ich den Sterbe-Eintrag im KB Grafenkirchen, er ist wohl in Rannersdorf geboren; da fehlt mir der Eintrag)
Rampf Barbara (?), seine Ehefau (wohl zumindest in Grafenkirchen geboren, auch da fehlt mir das Dokument)
deren Heirat am 11.112.1736 in Grafenkirchen (da hab ich den KB-Eintrag im KB Grafenkirchen)

Liegl Johann (1737-1746), beider Sohn
Liegl Magdalena (1740-?), beider Tochter
Liegl Johann (1746-?), beider Sohn
Liegl Michael (1748-1813), beider Sohn und meine Kekule Nr. 64
Liegl Georg (1749-1749), beider Sohn
Liegl Anna Maria (1751-?), beider Tochter

Leider waren für mich die entsprechenden Tauf- und auch Sterbeeinträge der Kinder weder im KB von Grafenkirchen noch in dem von Ast zu finden.

Antwort:

In der Pfarrei Gleißenberg gibt es zwar 90 Kinder mit dem Namen Liegl, aber nirgends sind die Eltern Stephan und Barbara Liegl. Das einzige KInd, das in Ihre Liste passen könnte, ist ein Johann Michael Liegl, geb. 15.11.1748 in Zillendorf. Die Eltern sind aber Johann Adam Liegl, Inwohner in Zillendorf u. Anna Catharina.

1741 heiratet ein Joseph Liegl, Sohn eines Stephan Liegl, Halbbauer in Rannersdorf u. Elisabetha; 1746 ein Johann Adam, Sohn des gleichen Ehepaares. Auch zwei Töchter des Ehepaares heiraten 1756 und 1759 in Gleißenberg.

Leider passt da nichts zu Ihren Angaben.

Herzlich Willkommen!

Ihr seid hier auf meiner Website DieLiegls.de, auf der ich meine aktuellen Forschungsergebnisse nach meinen Vorfahren in der (südlichen) Oberpfalz, im wesentlichen aus dem heutigen Landkreis Cham, dokumentiere.

Dabei geht es um 3 Stufen dieses Prozesses:

1. Definitionen von weiterführenden Forschungsansätzen
2. Die eigentlichen Duchführungen der Forschungen
3. Die Ergebnisse daraus für meine Sicht der Ahnen

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„Mein Forschungsblog“

Familiennamen

Im Laufe meiner Recherchen zu meiner eigenen Familienforschung sind im Laufe der Jahre einige Familiennamen zusammengekommen.

Die Ort und vor allem die Gegenden, aus denen die entsprechenden Familien stammten, sind trotzdem übersichtlich geblieben. Bis auf 3 Familien kamen alle aus Altbayern, die eine der drei (schwarzen Schafe) aus Oberfranken, die zweite aus Südhessen und die dritte aus (bayerisch-)Schwaben.

Fast analog verhält es sich bei den religiösen Bekenntnissen, die noch bei meinen Eltern eine bedeutende Rolle gespielt haben: Der Großteil meiner Vorfahren war katholisch, die wenigen Protestanten haben in der Regel (in meinem speziellen Fall hier) eher Unregelmäßigkeiten wie uneheliche Kinder oder eine Scheidung, wie bei meinen Großeltern mütterlicherseits, mit sich gebracht.

Nun also zu den Namen. In Klammern steht dazu jeweils die Gegend, aus der die jüngsten VertreterInnen jeweil gekommen sind.

Väterlicherseits:

Liegl (München/ Oberbayern)

Mayr (Lauterbach/ Steingaden/ Weilheim/ Oberbayern)

Waas (Wallersdorf/ Niederbayern)

Zinner (Speinshart/ Oberpfalz)

Bock (Kallmünz/ Oberpfalz)

Liegl (Grafenkirchen/ Cham/ Oberpfalz)

Lainer (Niederstraubing/ Erding/ Oberbayern)

Bader (Rehling/ Aichach-Friedberg/ Schwaben)

Greiner (Rackelsdorf/ Cham/Oberpfalz)

Haberl (Rötz/ Cham/ Oberpfalz)

Rampf Grafenkirchen/ Cham/ Oberpfalz)

Liegl (Waldmünchen/ Cham/ Oberpfalz)

Mütterlicherseits:

Simperl (Petershausen/ Dachau/ Oberbayern)

Gruber (Viehbach/ Freising/ Oberbayern)

Därnhöfer (Viehbach/ Freising/ Oberbayern)

Lottes (Lindenhardt/ Bayreuth/ Oberfranken)

Seeser (Haag/ Bayreuth/ Oberfranken)

Hoerath (Lindenhardt/ Bayreuth/ Oberfranken)

Beisler (Bad Orb/ Hessen)

Damit wäre die Liste der wichtigsten Familiennamen erst mal beendet.

Fazit:

Die väterlichen Vorfahren kamen im Wesentlichen aus Altbayern (Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz) und waren katholisch. Eine Familie war in Schwaben beheimatet.

Die mütterlichen Vorfahren stammen aus dem nördlichen Oberbayern und aus Oberfranken. Vereinzelt sind Protestanten dabei, vor allem die Nachkommen derer aus Oberfranken. Einige wenige (Protestanten) kamen über die Landesgrenze, aus Südhessen..

Ene Bitte zum Schluß:
Falls Ihr gleichlautende Familiennamen (vielleicht auch noch aus der gleichen Gegend habt, sind wir vermutlich (wenn auch weitläufig) verwandt.

In diesem Fall bitte ich um Nachricht unter info@ahnenforschung-liegl.de.

Die Liegls in München

Ganz offenbar lassen sich Liegls mindestens ab Ende des 30jährigen Kriegs, um 1650, in der heutigen Oberpfalz, mit Verbindungen ins Böhmische, nachweisen. Ein paar Jahre früher vielleicht sogar in Niederbayern, nahe der Donau, in der Umgebung von Eichendorf. Das muß ich jedoch noch erforschen.

Jedenfalls gibt tauchen ab dem Anfang des 19. Jahrhunderts auch welche in Oberbayern, z.B. um Rosenheim, und im Bereich des heutigen München auf.

Mein Familienzweig, beginnend mit meinem Ur-Ur-Großvater Sebastian Liegl, läßt sich so ab 1845 im damaligen Dorf, und heutigen Stadtteil von München, Haidhausen nachweisen. Sebastian wurde 1803 in Grafenkirchen als Hofmachfolger in Grafenkirchen/ Lkr. Cham in der südlichen Oberpfalz geboren, und starb 1871 in München-Haidhauesen. er stellt also, für meinen Familienzweig der Liegls in München, das Berbindungsglied zur Oberpfalz dar.

Daneben gibt es allerdings noch einige weitere. Zum Beispiel Joseph Liegl aus Hirschhöf/ Lkr. Cham, der sich um 1920 bei der Bayerischen Landespolizei in München beworben hatte, nach seinem Nichtbestehen einiger Prüfungen dann allerdings im Norden Münchens blieb, eine Familie gründete und in Feldmoching begraben liegt.

Also:
Woher kommen meine Gene aus der männlichen väterlichen Linie der Liegls?
Und:
Sind diese Eigenschaften durch die vielen (gebietsfremden) Heiraten inzwischen nicht arg verwässert?

Tatsache scheint zu sein, daß ich wohl eine Sackgasse der Familie Liegl bin. Mein jüngster Bruder hat noch einen Sohn (die nun 5. Generation nach Sebastian Liegl), der mit gut 20 Jahren zur Zeit noch unverheiratet in München lebt. Da kann noch eine Weiterführung der Liegls in München entstehen. Oder auch nicht.

Auch die Tochter des zweitjüngsten Bruders lebt, verheiratet, in München. Besagter Bruder allerdings nicht, und sie heißt nach ihrer Heirat auch nicht mehr Liegl. Ende der Fahnenstange.

Als ich bei meiner erste Heirat den Familiennamen meiner Frau annehmen wollte, weil er mir, damals, einfach mehr bedeutete, hörte ich von meinem Vater wutentbrannt, daß sich da sicher sein Vater, mein Großvater, der 10 Jahre vorher in München gestorben war, im Grab umdrehen würde. Etwas ähnliches hat er vermutlich auch bei meiner Scheidung, 13 Jahre nach meiner Heirat (die Ehe blieb kinderlos) gedacht oder gar gesagt.

Demnächst muß ich also klären, wann und warum es Sebastian Liegl aus der Oberpfalz nach München verschlagen hat.

Was soll ich hier (noch)?

Zwischenbilanz: Liegls in der Oberpfalz

Zwischenbilanz meiner Forschung in der Oberpfalz

Ende August ist für mich mal Zeit, Atem zu holen, und das Erreichte vor mir (und euch) auszubreiten. Die Jäger nennen das, was da liegt, ja dann die „Strecke“, also die gesammelte Jagdbeute.

Zu diesem Zweck sehe ich mir einfach mal meine väterlichen Vorfahren, speziell die Liegl-Linie hier und in der Oberpfalz, genauer an, und die Dokumente, die ich dazu geerbt und selber gefunden habe:

Kekule Name Geburt/Taufe Heirat/Trauung Tod/beerdigung

1 Liegl Werner 1955 M
2 Liegl Hans jun. 1926 M (1954 M) (2012 M)
4 Liegl Hans sen. 1896 M 1924 M (1968 M)
8 Liegl Sebastian jun. 1866 M (1895 M) (1944 M)
16 Liegl Sebastian sen. 1803 G 1856 M 1871 M
32 Liegl Michael jun. 1777 G 1801 G 1843 G
64 Liegl Michael sen. 1748 G 1769 G 1813 G
128 Liegl Stephan jun. (<1699 ?) 1736 G 1784 G
256 Liegl Stephan sen. (1676 U) (? A) (1745 U)

M = München
G = Grafenkirchen
U = Untergrafenried
A = Ast

Stephan Liegl (jun.)

Ist diese Aufstellung korrekt, so fangen meine derzeitigen Probleme bei der Geburt von Stephan Liegl jun. an.

In der Trauungsmatrikel von 1736 aus Grafenkirchen lautet der Name des Bräutigams „Stephan Liegl de (aus) Rannersdorf“, der der Braut „Barbara Rampf de (aus) Grafenkirchen“. Als Trauzeugen sind angeführt: Jakob Rampf aus Löwendorf (Löwendorf/ Pemfling) und Ulrich Wallinger, textor (Weber) aus Beutelsbach (bei Grafenkirchen/ Pemfling). „de Rannersdorf“ muß nun nicht unbedingt den Geburtsort bezeichen, aber zumindest den Ort, wo Stephan vor seiner Heirat gelebt hat.

In Taufmatikeln aus Grafenkirchen, aus den Jahren 1737 bis 1748, nach seiner Trauung in Grafenkirchen, für seine Kinder mit Barabara (Rampf) wird er als textor (Weber) in Grafenkirchen bezeichnet, Im Jahr 1751 in der Taufmatrikel für seine Tochter Anna Maria steht allerdings an dieser Stelle „colonus in Grafenkichen“, also Bauer, drin, die Mutter ist immer noch „Barbara“. War er also seit seiner Trauung nur Weber in Grafenkirchen, oder auch gleichzeitig auch Bauer (hat er also, wie ich erst mal vermutete, in einen Hof in Grafenkirchen eingeheiratet?), oder hat er den Hof (colonus beinhaltet einen Beruf als Vollbauer) erst später bekommen/ erworben, vielleicht zwischen 1736 und 1751? Das könnte ich z.B. über Briefprotokolle im Staatsarchiv Amberg klären.

Also:
Stephan jun. ist wohl nicht in Grafenkirchen geboren, möglicherweise in Rannersdorf, oder in Prosdorf (wie einer seiner Brüder), oder in Untergrafenried (wie sein Vater und die meisten seiner Geschwister). Löwendorf und Beutelsbach, die Wohnorte der beiden Trauzeugen von 1736) sind beide etwa 3 km Fußweg von Grafenkrichen entfernt. Beide Trauzeugen haben deshalb wahrscheinlich auch nichts mit seinem Leben vor der Hochzeit, in Rannersdorf, zu tun. Sein Trauzeuge war vermutlich als „textor de Beutelsbach“ ein Kollege, der schon in der Nähe seiner Braut wohnte (oder vielleicht sogar, wenn ich mal spekulieren möchte, den Kontakt herstellte).

Wie auch immer:
Mir fehlt als erstes sein Eintrag in einer Taufmatrikel, wohl vor 1700. Rannersdorf gehörte zur Pfarrei Ast, allerdings sind die kirchlichen Einträge bis 1734 in Waldmünchen zu finden. Untergrafenried (inferior Grafenrieth) gehörte ebenfalls zu Ast, es war allerdings nach Obergrafenied (eigentlich: Grafenried) deutlich näher. Um 1688 ist in Grafenried eine Kapelle bezeugt, die Vorgängerkirche von St. Georg, die dort ab 1775 gebaut wurde. Ursprünglich gehörte Grafenried zu den Pfarreien von Ast und Waldmünchen, von 1682-1698 mal kurz zur Pfarrei Wassersuppen. Bis 1708 lag Grafenried auf bayerisch-oberpfälzischem Gebiet. Die Matrikel von Wassersuppen und Grafenried (heute eine Wüstung in Tschechien) könnte ich möglicherweise in tschechischen Archiven finden, z.B. in Portafontium.

Nach all diesen Überlegungen muß ich also zuerst mal im Taufbuch Nr. 1 (1582-1734) aus Waldmünchen nach der Geburt von Stephan (Stephanus, Stefan) suchen, jedenfalls vor 1700.

Leider ist im Taufbauch Nr.1 im Zeitraum 1695-1701 nichts zu Stephan Liegl jun. zu finden, auch nicht zur Geburt seiner zahlreichen (Halb-)Geschwister.

Bei der Suche bin ich aber zufällig auf einen Andreas Liegl gestoßen, der 1696 in Englmannsbrunn als Bauer lebte, und auf die Taufe seiner Tochter Margaretha 1698 in Ast. Beide kannte ich noch nicht.