Die Liegls in München

Ganz offenbar lassen sich Liegls mindestens ab Ende des 30jährigen Kriegs, um 1650, in der heutigen Oberpfalz, mit Verbindungen ins Böhmische, nachweisen. Ein paar Jahre früher vielleicht sogar in Niederbayern, nahe der Donau, in der Umgebung von Eichendorf. Das muß ich jedoch noch erforschen.

Jedenfalls gibt tauchen ab dem Anfang des 19. Jahrhunderts auch welche in Oberbayern, z.B. um Rosenheim, und im Bereich des heutigen München auf.

Mein Familienzweig, beginnend mit meinem Ur-Ur-Großvater Sebastian Liegl, läßt sich so ab 1845 im damaligen Dorf, und heutigen Stadtteil von München, Haidhausen nachweisen. Sebastian wurde 1803 in Grafenkirchen als Hofmachfolger in Grafenkirchen/ Lkr. Cham in der südlichen Oberpfalz geboren, und starb 1871 in München-Haidhauesen. er stellt also, für meinen Familienzweig der Liegls in München, das Berbindungsglied zur Oberpfalz dar.

Daneben gibt es allerdings noch einige weitere. Zum Beispiel Joseph Liegl aus Hirschhöf/ Lkr. Cham, der sich um 1920 bei der Bayerischen Landespolizei in München beworben hatte, nach seinem Nichtbestehen einiger Prüfungen dann allerdings im Norden Münchens blieb, eine Familie gründete und in Feldmoching begraben liegt.

Also:
Woher kommen meine Gene aus der männlichen väterlichen Linie der Liegls?
Und:
Sind diese Eigenschaften durch die vielen (gebietsfremden) Heiraten inzwischen nicht arg verwässert?

Tatsache scheint zu sein, daß ich wohl eine Sackgasse der Familie Liegl bin. Mein jüngster Bruder hat noch einen Sohn (die nun 5. Generation nach Sebastian Liegl), der mit gut 20 Jahren zur Zeit noch unverheiratet in München lebt. Da kann noch eine Weiterführung der Liegls in München entstehen. Oder auch nicht.

Auch die Tochter des zweitjüngsten Bruders lebt, verheiratet, in München. Besagter Bruder allerdings nicht, und sie heißt nach ihrer Heirat auch nicht mehr Liegl. Ende der Fahnenstange.

Als ich bei meiner erste Heirat den Familiennamen meiner Frau annehmen wollte, weil er mir, damals, einfach mehr bedeutete, hörte ich von meinem Vater wutentbrannt, daß sich da sicher sein Vater, mein Großvater, der 10 Jahre vorher in München gestorben war, im Grab umdrehen würde. Etwas ähnliches hat er vermutlich auch bei meiner Scheidung, 13 Jahre nach meiner Heirat (die Ehe blieb kinderlos) gedacht oder gar gesagt.

Demnächst muß ich also klären, wann und warum es Sebastian Liegl aus der Oberpfalz nach München verschlagen hat.

Was soll ich hier (noch)?